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Gallipoli: Sehenswertes zwischen Altstadt und Stränden

· 3 Min. Lesezeit

Gallipoli: Sehenswertes zwischen Altstadt und Stränden

Ihr Name kommt vom griechischen Kallípolis, "schöne Stadt" – und das ist keine leere Werbung. Gallipoli ist die Königin des ionischen Salento: eine Altstadt, die sich auf einer Insel zusammendrängt, ein Kastell direkt am Wasser, Sonnenuntergänge, die das Meer in Flammen setzen, und gleich nebenan einige der beliebtesten Strände Apuliens. Der perfekte Tagesausflug für alle, die im Hinterland wohnen und die Westseite des Salento erleben möchten.

Die Altstadt – eine Insel

Das Herz von Gallipoli ist seine Altstadt, vollständig auf einem kleinen Kalksteineiland erbaut und durch eine Brücke aus dem 17. Jahrhundert mit dem Festland verbunden. Dahinter wartet ein mediterranes Labyrinth aus weißen Gassen, Innenhöfen, kleinen Läden und Barockkirchen, rundum vom Meer umschlossen: Egal, wohin Sie abbiegen – früher oder später landen Sie auf einer Uferpromenade mit Blick aufs Wasser.

Der Rundgang entlang der Stadtmauern zu Fuß ist das Schönste überhaupt: Jeder Blickwinkel ist eine Postkarte, und der richtige Moment ist der späte Nachmittag, wenn das Licht warm wird und die Stadt zu leuchten beginnt.

Das Kastell und der Fischmarkt

Über die Brücke wacht das Castello di Gallipoli, eine fast vollständig vom Meer umgebene Festung mit ihren Bastionen und dem charakteristischen Rivellino-Turm. Heute beherbergt sie Ausstellungen und kann besichtigt werden: Von den Wehrgängen aus ist der Blick auf den Hafen großartig.

Direkt unter der Brücke ist der Fischmarkt ein kleines tägliches Schauspiel aus Stimmen und voll beladenen Ständen: Gallipoli ist noch immer eine echte Fischerstadt, und das spürt man. Die lokale rote Garnele ist eine kleine gastronomische Legende.

Die Kathedrale und die unterirdischen Ölmühlen

Am höchsten Punkt der Insel erhebt sich die Kathedrale Sant'Agata, ein barockes Meisterwerk, das auch in Lecce eine gute Figur machen würde: Die Fassade aus goldfarbenem Stein und das gemäldereiche Innere machen sie zum kunsthistorischen Höhepunkt des Besuchs.

Das überraschendste Gallipoli liegt jedoch unter der Erde: die frantoi ipogei, alte, in den Fels unter den Häusern gehauene Ölmühlen, in denen jahrhundertelang das Lampenöl gepresst wurde, das die Städte Europas erleuchtete. Eine davon zu besichtigen — einige in der Altstadt sind für Besucher geöffnet — heißt, in eine Welt aus Stein, Mühlsteinen und Geschichte hinabzusteigen, mit der man nicht rechnet.

Die Strände: Baia Verde und Umgebung

Südlich der Stadt erstreckt sich die Baia Verde, der berühmteste Strand: feiner Sand, glasklares Wasser und lebhafte Strandbäder, die sie zur sommerlichen Hauptstadt des Salento-Nachtlebens gemacht haben. Etwas weiter schenkt der Parco di Punta Pizzo dasselbe Meer in der Naturvariante, zwischen mediterraner Macchia und Dünen.

In der Stadt selbst ist der kleine Strand der Purità, eingebettet unter den Mauern der Altstadt, perfekt für ein Bad mit Blick auf das historische Zentrum — ein seltener Luxus.

Der Sonnenuntergang

Gallipoli blickt nach Westen, und seine Sonnenuntergänge über dem Meer gehören zu den schönsten Apuliens: Die Sonne versinkt direkt vor der Uferpromenade im Wasser. Der perfekte Abschluss des Tages ist ein Aperitif auf den Stadtmauern oder ein Fischessen in der Altstadt, während der Himmel die Farben wechselt.

Anfahrt und praktische Tipps

Von der Masseria aus erreichen Sie Gallipoli in etwa fünfzig Autominuten, quer durch den Salento von Küste zu Küste: der klassische Tagesausflug unserer Wochenroute. Ein paar Tipps:

  • In der Hochsaison früh losfahren: Die Parkplätze nahe dem Zentrum und der Baia Verde füllen sich schnell.
  • Meer und Altstadt kombinieren: morgens Strand, nachmittags Gassen, Sonnenuntergang auf den Mauern.
  • Auf den Wind achten: Gallipoli liegt am Ionischen Meer — an Tagen mit Tramontana oder Maestrale kann das Meer rau sein; hier erklären wir, wie Sie die richtige Küste wählen.

Ein Tag in Gallipoli erzählt einen anderen Salento als die Adria: weicher, goldener, mondäner. Und abends in die Stille des Landlebens zurückzukehren, nach dem Sonnenuntergang über dem Ionischen Meer, ist die perfekte Art, den Kreis zu schließen.