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Kultur & Traditionen

Fòcara di Novoli: was das ist, wann sie brennt und wo man übernachtet

· 3 Min. Lesezeit

Fòcara di Novoli: was das ist, wann sie brennt und wo man übernachtet

Jedes Jahr im Januar, während der Rest Italiens im Winterschlaf liegt, baut ein Dorf im Salento einen Berg. Wochenlang werden in Novoli Tausende Bündel aus Rebholz aufeinandergeschichtet, bis ein Turm entsteht, hoch wie ein mehrstöckiges Haus. Dann, am Vorabend von Sant'Antonio Abate, fängt der Berg Feuer: Das ist die Fòcara, eines der gewaltigsten Feuerfeste des Mittelmeers und das spektakulärste Winterfest des Salento.

Was die Fòcara ist (und warum man sie einmal im Leben gesehen haben muss)

Das Ritual wurzelt in der Verehrung von Sant'Antonio Abate, dem Heiligen des Feuers und Schutzpatron von Novoli. Schon der Aufbau ist ein Spektakel: Der Turm aus Reisigbündeln, Zehntausende Rebzweige aus den Weinbergen des Negroamaro, wächst über Wochen wie eine vergängliche Architektur, und in den Festtagen versammelt sich das ganze Dorf um ihn. Die Entzündung, zwischen dem 16. und 18. Januar, ist der Höhepunkt tagelanger Feierlichkeiten: Feuerwerk, das auf den Turm herabregnet, die Flammen, die aufsteigen, und eine Hitze, die man noch Dutzende Meter entfernt spürt, was im Januar kein Detail ist. Ringsum Konzerte, Märkte, Pittule (frittierte Teigbällchen) und Wein: Das ganze Dorf wird zu einem Fest, das Tage dauert.

Wie man sie erlebt: die praktischen Tipps

  • Wann hinfahren: Der Abend der Entzündung ist der ikonische Moment (die genauen Termine werden jedes Jahr über die offiziellen Kanäle des Festes und der Gemeinde bestätigt); aber auch die Tage davor, mit dem fertigen Turm und dem laufenden Fest, sind die Reise wert, mit deutlich weniger Gedränge.
  • Anreise: Novoli liegt nordwestlich von Lecce; an den Festtagen füllt sich das Dorf, also kommt früh und rechnet damit, außerhalb des Zentrums zu parken und zu Fuß zu gehen.
  • Kleidung: im Zwiebelprinzip. Der Januar ist tagsüber mild, abends aber schneidend kalt, bis die Fòcara brennt und sich das Problem umkehrt.
  • Mit Kindern: Das Fest ist familiär, und Kinder lieben das Spektakel; für die Kleinsten sind die Tage vor der Entzündung besser, oder am Abend des Feuers ein Platz etwas abseits.

Wo man für die Fòcara übernachtet

Novoli ist ein kleines Dorf: Die Schlafplätze in der Gegend sind schnell ausgebucht, und die unmittelbare Umgebung bietet nicht viel. Die Lösung, die wir als Einheimische empfehlen, ist dieselbe wie für die Notte della Taranta: auf dem Land eine halbe Stunde entfernt übernachten und das Fest von dort aus erleben. Unsere Masseria Montanari in Carpignano Salentino, im Herzen der Grecìa Salentina, liegt etwa eine halbe Autostunde entfernt: Abends geht es zur Fòcara, zurück in die Stille der Landschaft, und am nächsten Tag entdeckt man den Rest: Lecce in 25 Minuten, Otranto in 20, die griko-sprachigen Dörfer in fünf. Die Masseria ist das ganze Jahr geöffnet, mit klimatisiertem Gewölbesaal und winterfesten Unterkünften; für Gruppen gibt es das gesamte Anwesen, und ein Fòcara-Wochenende unter Freunden, mit dem Haus ganz für euch, ist eine Art, den Salento zu sehen, die nur wenige kennen.

Eine Wochenend-Idee rund um die Fòcara

Freitag: Ankunft, nachmittags ein Rundgang durch Lecce, abends die Wintergerichte: Pittule, Hülsenfrüchte, Fleisch vom Fornello, dem traditionellen Grillofen. Samstag: langsamer Vormittag in der Masseria oder in den Dörfern der Grecìa, und abends die Fòcara: die Entzündung, das Feuerwerk, das Fest. Sonntag: langes Frühstück, Spaziergang am Wintermeer von Otranto oder zwischen den Olivenbäumen, Heimreise. Drei Tage, ein uraltes Fest und ein Salento, den es im Sommer nicht gibt.

Kurz gesagt

Die Fòcara ist der beste Grund, den Salento im Januar zu entdecken, und der Januar ist das bestgehütete Geheimnis des Salento. Schreib uns wegen der Termine: Wir sagen dir, was verfügbar ist und was in dem Jahr auf dem Programm steht, unverbindlich.