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Atem & Wohlbefinden

Funktionelle Atmung: was die Oxygen-Advantage-Methode lehrt

· 3 Min. Lesezeit

Funktionelle Atmung: was die Oxygen-Advantage-Methode lehrt

Im Zentrum der modernen Atmung steht ein Paradox: Wir atmen zu viel. Offene Münder, schnelle Rhythmen, hohe Atemzüge in der Brust: das Gegenteil davon, wie der Körper funktionieren soll. Die funktionelle Atmung ist die Disziplin, die wieder Ordnung schafft, und die Oxygen-Advantage-Methode von Patrick McKeown, bekannt durch sein Buch „The Oxygen Advantage", ist einer ihrer verbreitetsten und konkretesten Ansätze. Hier erfährst du, was sie lehrt, ohne Mystik: Es ist angewandte Physiologie.

Der Grundgedanke: weniger atmen, nicht mehr

Die kontraintuitive Einsicht der Methode ist, dass viele von uns chronisch überatmen: zu viele Liter Luft pro Minute, durch den Mund, mit der Brust. Die Methode arbeitet daran, den Atem zu seinem natürlichen Design zurückzuführen:

  • Durch die Nase, immer: Die Nase filtert, erwärmt, befeuchtet und reguliert die Luft: der Mund nicht. Tagsüber, nachts und nach und nach auch unter Belastung.
  • Langsam und tief: langsamere Rhythmen und Zwerchfellatmung, die die Beruhigungsreaktion des Körpers einschaltet.
  • Leicht: kleinere Luftvolumen, die die Methode auch mit Übungen zur Toleranz gegenüber „fehlender" Luft trainiert: Pausen und kontrolliertes Atemanhalten, schrittweise und individuell angepasst.

Was man konkret trainiert

Eine Session funktioneller Atmung ähnelt eher einem Training als einer Meditation: Man misst den Ausgangspunkt (die Methode nutzt einen einfachen Atemtest), lernt die Übungen, im Sitzen, beim Gehen, im Sport: und baut eine Progression auf. Mit der Zeit berichten Praktizierende typischerweise von einem ruhigeren Alltagsatem, einem besseren Umgang mit gefühltem Stress, einem ruhigeren Schlaf dank nächtlicher Nasenatmung und, bei Sportlern, von einer Atemökonomie, die der Leistung zugutekommt. Das sind Bereiche von Wohlbefinden und Training: Die Methode ist keine Heilbehandlung, und wer Atemwegs- oder andere gesundheitliche Beschwerden hat, muss vorher mit dem eigenen Arzt darüber sprechen.

Für wen sie geeignet ist

Praktisch für alle, und das ist ihre Stärke: der Sportler, der Effizienz will; wer stressige Phasen durchlebt und ein konkretes Werkzeug sucht; wer schlecht schläft und mit offenem Mund schnarcht; wer einfach merkt, dass er „bergauf" atmet. Die Übungen passen sich dem Ausgangspunkt an, sanfte Versionen für Anfänger, intensive Progressionen für Athleten: und sie brauchen keine Ausrüstung: Das Labor ist deine Nase.

Der Atem in der Masseria

Hier findet die funktionelle Atmung bald ein Zuhause: Davide, Atemcoach und Facilitator, mit dem wir zusammenarbeiten, arbeitet mit der Oxygen-Advantage-Methode: in den nächsten Monaten öffnen die ersten Einzelsessions und kleinen Gruppen: im Gewölbesaal aus Stein der Masseria, mit der Stille der Landschaft der Grecìa Salentina als Rahmen. Wenn du eine Beratung möchtest, sobald es losgeht, oder einfach benachrichtigt werden willst: Die Warteliste ist offen, und wer auf der Liste steht, hat Vorrang bei den ersten Plätzen.

Drei Übungen zum Reinschnuppern (sanft und sicher)

  1. Der Nasen-Check: Einen Tag lang, jedes Mal, wenn du merkst, dass du mit offenem Mund atmest, schließ ihn und kehr zur Nase zurück. Nur das: Bewusstheit.
  2. Die lange Ausatmung: Atme ruhig durch die Nase ein, atme durch die Nase aus und zähle dabei bis sechs. Zehn Atemzüge so, wenn du Anspannung spürst: Das ist die Sicherheitsbremse des Nervensystems.
  3. Der stille Atem: Setz dich zwei Minuten hin und atme so leicht, dass niemand neben dir dich hören könnte. Wenn du einen leichten Lufthunger spürst, bist du am richtigen Punkt: Genau dort trainiert sich der Atem.

Der Rest entsteht gemeinsam, mit Methode und Schritt für Schritt. Schreib uns: Der Atem ist ein guter Ort, um anzufangen.