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Kultur & Traditionen

Salento-Küche: Diese Spezialitäten musst du probieren

· 2 Min. Lesezeit

Salento-Küche: Diese Spezialitäten musst du probieren

Man sagt, man könne das Salento erst dann wirklich kennenlernen, wenn man es geschmeckt hat. Es ist ein Land der einfachen, aber großzügigen Küche – aus Brot, Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und einem der besten Olivenöle Italiens. Hier sind die Aromen, die du dir während deines Urlaubs nicht entgehen lassen solltest – vom Frühstück bis zum Glas am Abend.

Das Frühstück: Pasticciotto und Rustico

Es beginnt am Morgen, und im Salento ist das Frühstück eine ernste Angelegenheit. Der Pasticciotto ist der unangefochtene König: eine Hülle aus Mürbeteig, die eine feine Konditorcreme umschließt, lauwarm serviert. Mindestens einmal solltest du ihn ganz frisch aus dem Ofen probieren.

Lieber etwas Herzhaftes? Dann der Rustico leccese: zwei Scheiben Blätterteig, die Béchamel, Tomate und Mozzarella umhüllen. Zusammen mit einem Espresso ist er das perfekte Frühstück an der Bar.

Das Brot und seine Begleiter

Das Brot des Salento spielt in vielen einfachen und herrlich guten Gerichten die Hauptrolle:

  • die Puccia, ein weiches Brötchen, oft reichhaltig gefüllt;
  • die Frisa (oder Frisella), ein zweimal gebackenes, knuspriges Brot, das man „spunzt" – kurz in Wasser einweicht – und mit Tomate, Öl, Oregano und Salz würzt: der Sommer des Salento in einem einzigen Bissen;
  • die Pittule (oder Pettole), kleine frittierte Kugeln aus Hefeteig, schlicht oder mit Blumenkohl, Stockfisch oder Tomate.

Die Pastagerichte der Tradition

Die Orecchiette sind die Pasta schlechthin: klassisch mit Stängelkohl (Cime di rapa) oder mit Tomatensugo. Probieren solltest du auch die Ciceri e tria, ein altes Gericht aus Kichererbsen und Pasta, die zum Teil gekocht und zum Teil frittiert wird und so eine ganz besondere Konsistenz erhält.

Der Garten, das Meer und das Öl

Die Küche des Salento ist vor allem eine Küche der Erde: Gemüse der Saison, Hülsenfrüchte, Auberginen, Paprika und für die Neugierigen die berühmten „Municeddhe" (Schnecken). Und dann das Meer, mit Fisch und rohen Spezialitäten entlang der Küsten. Was alles verbindet, ist das native Olivenöl extra, das hier wirklich außergewöhnlich ist.

Die Weine: Negroamaro und Primitivo

Über das Salento zu sprechen, ohne seine großen Rotweine zu erwähnen, ist unmöglich. Der Negroamaro und der Primitivo sind heimische Rebsorten, aus denen warme, großzügige Weine entstehen – perfekt zu den traditionellen Gerichten. Ein Besuch im Weingut während deines Aufenthalts ist ein Erlebnis, das die Reise allein schon wert ist.

Gut essen heißt, die Region erleben

Das Schöne an der Salento-Küche ist, dass man sie nicht nur im Restaurant findet: Man atmet sie auf den sommerlichen Festen (Sagre), auf den Märkten und in den kleinen Läden der Dörfer. In einer Masseria zu wohnen, mitten in der Landschaft, die diese Aromen hervorbringt, ist die authentischste Art, sie zu erleben: Am Abend, nach einem Tag voller Meer und kleiner Ortschaften, merkst du, dass auch der Tisch ein Teil der Reise ist.