Übernachten in Melpignano und Umgebung: der praktische Guide
Melpignano ist ein Dorf mit rund zweitausend Einwohnern, das für eine Nacht im Jahr zum musikalischen Zentrum Italiens wird: Das Concertone der Notte della Taranta bringt Hunderttausende auf den Platz vor dem ehemaligen Augustinerkloster. Und genau hier beginnt das Problem für alle, die eine Unterkunft suchen: Ein so kleines Dorf hat zwangsläufig sehr wenige Schlafplätze, und die sind an den begehrten Terminen Monate im Voraus vergriffen. Die gute Nachricht: Das Problem ist falsch gestellt, denn in der Grecìa Salentina existieren Entfernungen schlicht nicht.
Die Zehn-Minuten-Regel
Melpignano liegt im Herzen der Grecìa Salentina, der Kulturinsel griechischen Ursprungs im Salento, umgeben von Dörfern, die nur eine Handvoll Kilometer entfernt sind: Corigliano d'Otranto mit seinem Kastell, Castrignano de' Greci, Zollino, Martano, Carpignano Salentino, Cursi, Maglie. Mit dem Auto kommt man in fünf bis zehn Minuten von einem Ortskern zum nächsten, auf Landstraßen, auf denen Verkehr ein abstraktes Konzept ist. Die Unterkunft "in Melpignano" zu suchen ist eine unnötige Einschränkung: Besser sucht man rund um Melpignano, wo das Angebot größer ist, die Preise ehrlicher sind und die Landschaft Stille und Platz schenkt, die der Ortskern nicht bieten kann.
Übernachten in der Masseria, zehn Minuten von der Bühne
Unsere Masseria Montanari liegt in Carpignano Salentino, etwa zehn Autominuten von Melpignano entfernt: ein Landgut aus dem 18. Jahrhundert mit 6 unabhängigen Unterkünften, bis zu 16 Schlafplätzen, eigenen Küchen und einem großen Garten. Wer zum Concertone kommt, hat einen sehr praktischen Vorteil: Man parkt in der Masseria, ohne im Chaos einen Platz zu suchen, geht zum Konzert und kehrt in Ruhe zurück, wann man will. Und am nächsten Tag, während Melpignano die Bühne abbaut, gibt es Frühstück im Garten, in der Stille der Landschaft. Für Freundesgruppen, die für die Taranta kommen, gibt es die Miete des gesamten Anwesens, ganz für euch: Das Fest geht zu Hause weiter, ohne feste Zeiten.
Du kommst zur Taranta? Die Termine Ende August sind Monate im Voraus weg, und die kleinen Häuser der Gegend sind als Erste voll: Frag gleich nach der Verfügbarkeit.
Wann buchen (die echten Fristen)
- Für das Concertone (Ende August): sobald die offiziellen Termine feststehen, meist im Frühjahr. Im Juni ist die Gegend schon fast voll; kurzfristig findet man nur noch weit entfernte Unterkünfte.
- Für das Wanderfestival (die Etappen in den Dörfern, in den zwei Wochen vor dem Concertone): etwas mehr Spielraum, aber die Wochenenden sind schnell weg.
- Außerhalb der Saison: keine Eile, und spürbar niedrigere Preise.
Melpignano jenseits der Taranta
Melpignano auf die eine Augustnacht zu reduzieren wäre ungerecht: Die Arkaden-Piazza aus dem 16. Jahrhundert gehört zu den schönsten des Salento, das Augustinerkloster lohnt den Besuch auch ohne Bühne, und das Dorf ist eine perfekte Basis für die Grecìa: die Orte, in denen man noch das Griko hört, die Steinbrüche des Lecceser Steins in Cursi, der Barock von Galatina mit den Fresken von Santa Caterina. Von hier aus erreicht man an einem Tag Otranto (20 Minuten), Lecce (25), die Strände der Alimini-Seen und die Menhire und Dolmen der Gegend. Im Herbst und im Frühling sinken die Preise, und die Grecìa zeigt ihre beste Seite: langsames Leben, Dorfbäckereien, duftende Landschaft.
Praktische Hinweise
- Das Auto ist unverzichtbar: Von hier aus ist alles in 10–30 Minuten erreichbar, aber öffentliche Verkehrsmittel sind auf dem Land selten.
- Gruppen und Großfamilien: Sucht nach Häusern mit mehreren Unterkünften nah beieinander, das ist das Format der Masseria: So seid ihr zusammen, ohne euch auf die Füße zu treten.
- Die Nacht des Concertone: Rechnet mit Verkehr und gesperrten Straßen rund um Melpignano; wer in den Nachbardörfern schläft, kommt und fährt deutlich entspannter als alle, die im Dorf selbst einen Platz suchen.
Schreib uns deine Termine: Wir sagen dir sofort Verfügbarkeit und Preise, unverbindlich. Und wenn ihr für die Taranta kommt, gibt es ein paar Tipps von Einheimischen dazu, wie man sie am besten erlebt.

