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Menhire und Dolmen des Salento: die Megalithen der Grecìa Salentina

· 2 Min. Lesezeit

Menhire und Dolmen des Salento: die Megalithen der Grecìa Salentina

Mitten in der Landschaft des Salento, zwischen Trockenmauern und Olivenbäumen, begegnet man manchmal hohen Steinen, die im Boden verankert sind, allein, seit Jahrtausenden im Gleichgewicht. Das sind die Menhire; ein Stück weiter Steintafeln, getragen von anderen Felsblöcken: die Dolmen. Es sind die Megalithen des Salento, und in der Grecìa Salentina gibt es eine einzigartige Dichte davon.

Was Menhire und Dolmen sind

  • Der Menhir (vom bretonischen men, Stein, und hir, lang) ist ein senkrechter Monolith, mitunter über vier Meter hoch, in den Boden gerammt. Im Salento zählt man Dutzende davon.
  • Der Dolmen dagegen ist eine waagerechte Struktur: große Steinplatten, die eine Art Tisch oder Kammer bilden. Sie dienten wahrscheinlich für Bestattungen oder Riten.

Sie stammen größtenteils aus der Bronzezeit – vor Tausenden von Jahren – auch wenn viele salentinische Menhire in späterer Zeit neu aufgerichtet wurden. Ihre genaue Bedeutung bleibt zum Teil ein Rätsel: heilige Grenzen, astronomische Ausrichtungen, Kultstätten. Genau dieser Nimbus macht sie faszinierend.

Wo man sie in der Grecìa Salentina findet

Die griechische Zone des Salento gehört zu den megalithenreichsten. Ohne eine Aufzählung aus dem Lehrbuch zu machen, hier die bekanntesten Punkte in der Umgebung:

  • Giurdignano, als "megalithischer Garten" Italiens bezeichnet wegen der Dichte an Menhiren und Dolmen;
  • die Menhire, verstreut zwischen Martano, Zollino, Carpignano Salentino und den anderen Dörfern der Grecìa Salentina;
  • oft stehen sie an den Rändern der Landstraßen oder in der Nähe alter Kirchlein: Man findet sie beim Gehen oder mit dem Rad, ohne Eile.

Warum man sie sehen sollte

Es sind keine spektakulären Monumente wie ein Tempel: Es sind stille Steine, und ihr Reiz liegt genau darin. Ihnen bei einem Spaziergang im Sonnenuntergang zu begegnen, mitten im Nirgendwo, gibt einem das Maß dafür, wie alt dieses Land ist – dasselbe, das die griko-Sprache und ihre steinernen Legenden bewahrt. Es ist der authentischste Salento, der des Hinterlands, den man von den Strandbädern aus nicht sieht.

Von der Masseria aus

Die Masseria Montanari liegt im Herzen der Grecìa Salentina, in Carpignano Salentino: Viele dieser Megalithen sind wenige Minuten entfernt. Es ist die Art von langsamer Entdeckung, die man macht, wenn man im Hinterland schläft und nicht an der Küste – mit dem Meer trotzdem in zwanzig Minuten. Für alle, die zum Urlaub kommen oder für ein Retreat in der Stille der Landschaft, sind die Menhire die steinerne Erinnerung daran, dass die Zeit hier anders verläuft.