San Martino im Salento: junger Wein, Kastanien und das Fest in der Masseria
"An San Martino wird jeder Most zu Wein": Im Salento ist dieses Sprichwort keine Folklore, sondern ein fester Termin. Am 11. November, und am Wochenende drum herum, feiert das Land des Negroamaro und des Primitivo sein Herbstritual: Man entkorkt den Novello, den jungen Wein des Jahres, röstet Kastanien und deckt lange Tafeln, die mittags beginnen und enden, wenn es draußen längst dunkel ist. Es ist das geselligste Fest des Jahres, und eines der unbekanntesten für alle, die den Salento nur im Sommer besuchen.
Was San Martino hier bedeutet
Es ist ein Fest der Häuser und der Weinkeller, mehr als der Piazza: Man feiert in der Familie, unter Freunden, in den Kellern der Winzer, die ihre Türen öffnen, um den neuen Wein probieren zu lassen. Das Menü ist ein Kanon: der Novello, die Kastanien, die Pittule (frittierte Teigbällchen), die manche schon ab November vorziehen, Fleisch vom Grill, Hülsenfrüchte. In den Dörfern des Salento, und in der Grecìa Salentina ganz besonders, sind am 11. November die Trattorien voll und die Häuser noch voller: San Martino ist der Tag, an dem sich der salentinische Herbst an den Tisch setzt.
November: der geheime Monat des Geschmacks
San Martino ist der Höhepunkt eines Monats, der für alle, die gern essen, der beste des Jahres ist. Im November im Salento:
- laufen die Ölmühlen auf Hochtouren: Das neue Öl, grün, scharf, duftend, probiert man auf dem Brot direkt dort, wo es entsteht, und viele Mühlen kann man besichtigen;
- feiern die Weingüter den Novello und öffnen für Verkostungen;
- betritt die Winterküche die Bühne: Die traditionellen Gerichte, Ciceri e Tria, Hülsenfrüchte, Wildgemüse, schmecken bei kühlem Wetter am besten;
- und die Landschaft zeigt sich von ihrer schönsten Seite: frisch gepflügt, nach dem Sommer wieder grün, mit dem tief stehenden Licht, das die Olivenbäume vergoldet.
San Martino in der Masseria: wie wir es erleben
Ein Fest, das rund um eine lange Tafel und ein Feuer entsteht, findet in der Masseria sein natürliches Zuhause. Das Format, das wir empfehlen: ein San-Martino-Wochenende mit der Gruppe, Großfamilie oder Freundeskreis, in der ganzen Masseria: der Gewölbesaal, klimatisiert und mit Holzofen, für die Tafel, der Grill für die Glut, die Küchen für alle, die kochen, und die 16 Schlafplätze, damit nach dem Novello niemand fahren muss. Samstags besucht man eine Ölmühle oder ein Weingut in der Umgebung, abends wird aufgetischt; sonntags langsames Frühstück und ein Spaziergang zwischen den Olivenbäumen. Es ist die Art Wochenende, die man danach jedes Jahr wiederholt.
Ein Tipp von Einheimischen
Wenn euch der November neugierig macht, dehnt ihn über San Martino hinaus aus: Der ganze Monat ist großzügig, mit den Dörfern der Grecìa Salentina ohne Touristen, Otranto und dem Wintermeer zwanzig Minuten entfernt, Preisen auf Jahrestief. Und für alle, die Retreats oder Firmen-Offsites organisieren, ist der November der Moment, in dem die Landschaft jene Stille schenkt, die es im Sommer nicht gibt. Der komplette Reiseführer zum salentinischen Winter steht hier.
Die Fragen, die uns immer gestellt werden
Wo kauft man den Novello? Bei den Winzern der Gegend und in den Weingütern, die zu San Martino öffnen: Wir nennen euch gern die nächstgelegenen. Geht das auch unter der Woche? Ja, und es lohnt sich: Der November unter der Woche hat die besten Preise des Jahres, und die Landschaft gehört ganz euch. Bis zu wie vielen Personen? An der Tafel im Saal sitzen bis zu 35; zum Schlafen gibt es 16 Schlafplätze in 6 Unterkünften.
Praktisch gedacht
Schreib uns, wenn du ein San Martino in der Masseria organisieren möchtest, mit Tafel, Gruppe, Besuchen in Ölmühle oder Weingut: Wir helfen dir, das Wochenende zu planen, und machen dir ein klares Angebot, unverbindlich. Den Novello, den sucht ihr euch selbst aus.

